Am 26. November ist es wieder so weit. Der Black Friday, das größte Onlineshopping Event des Jahres steht vor der Tür, und wir haben 10 Tipps wie du deine Black Friday Angebote optimierst. Ursprünglich konzentrierte sich der Black Friday  nur auf die stationären Ladengeschäfte, doch mittlerweile sind der Black Friday und der darauf folgende Cyber Monday zum wichtigsten Onlineshopping Tag des Jahres geworden. Während Kunden auf der Jagd nach dem besten Schnäppchen sind, können sich Händler mit unschlagbaren Deals am Markt positionieren. Das Ziel ist einfach: mehr Umsatz und zufriedene Kunden.

In den vergangenen Jahren stellte der Black Friday eine enorme Umsatzquelle für den Onlinehandel dar. Die Kaufbereitschaft ist bei Kunden an kaum einem anderen Tag so hoch wie am Black Friday. Mit über 9 Milliarden US-Dollar lag der Umsatz am Black Friday 2020 knapp 22% über dem vom Vorjahr. Und auch in diesem Jahr wird mit einem Anstieg von 20% gerechnet.

Doch damit der Black Friday für Dich erfolgreich wird, solltest Du frühzeitig mit der Planung beginnen. Diese 10 Tipps helfen Dir, Dich optimal vorzubereiten.

1. Die Strategie

Um das Maximum am Black Friday herauszuholen, solltest du dich mit deinem Team beraten und rechtzeitig anfangen zu planen. Diese fragen solltest du beantworten:

  • Welche Angebote? Das Angebot selbst ist sicher der größte Indikator für die letztendliche Performance. Von der Rabattaktion, über Give Aways oder Gutschein Staffelungen gibt es viele Möglichkeiten, daher solltest du am Anfang die beste Möglichkeit wählen um deine Performance am Black Friday zu steigern.
  • Welcher Zeitraum? Hier hast du eine Vielzahl von Möglichkeiten: Den Black Friday selbst, den Cyber Monday oder tägliche Deals über die ganze Woche verteilt. Hierbei solltest du unbedingt die Auktion im Blick behalten, am Black Friday ist die Conversion Rate zwar sehr hoch, aber auch die CPMs (Preis pro 1000 Impressionen). Es ist also teurer deine Zielgruppe zu erreichen.
  • Welche Vorbereitung? Da die Kosten im Aktionszeitraum sehr hoch sind, ist es wichtig in den Wochen davor schon starke Audiences aufzubauen.

Wenn du bereits letztes Jahr eine Black Friday Kampagne gestartet hast, empfiehlt es sich, das Verhalten deiner Zielgruppe zu analysieren um zu sehen wo es noch Verbesserungspotenzial gibt. Google Analytics ist ein hilfreiches Werkzeug dabei und bietet dir eine hervorragende Referenz, um deine Kampagne zu analysieren und dir einen Überblick zu verschaffen.
Falls es letztes Jahr Lieferengpässe gab, dann plane dieses Jahr einen höheren Lagerbestand ein. Die Zufriedenheit deiner Kunden steht in direktem Zusammenhang mit der Lieferzeit. Laut einer Studie geben 8 von 10 Kunden an, dass sie den Kauf aufgrund von zu langen Lieferzeiten nicht abgeschlossen haben.

2. Werbebudget

Die Auktion ist um die Zeit des Black Friday wesentlich teurer. CPC und CPM steigen deutlich an, wodurch sich die kosten für die Werbetreibenden drastisch erhöhen. Deine Konkurrenz hat die Effektivität von Black Friday Angeboten natürlich auch schon erkannt und bietet mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die selbe Zielgruppe wie du. Es wird also zunehmend teurer deine Zielgruppe zu erreichen.

Die Folge: Am Black Friday müssen die Klick- und Conversionraten tendenziell besser werden.
Wie hoch dein Werbebudget sein sollte, hängt natürlich von deinem Unternehmen, der Branche und deinem Ziel ab – jedoch sollte hier nicht gespart werden.
Die Devise lautet: Am Black Friday lieber zu viel, als zu wenig Budget.
Wenn die Strategie sauber geplant ist und die Kampagnen gut umgesetzt werden, lässt sich mit entsprechenden Werbemitteln ein überdurchschnittlicher Return erzielen.

Vergiss nicht, am Black Friday erhöhst du nicht nur kurzfristig deine Umsätze, sondern er bietet dir auch die Möglichkeit deine Käufer langfristig zu binden.

3. Vorbereitung

Die Aufmerksamkeit der User ist in der Black Week am höchsten, jedoch gilt ganz klar: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Mache deine vorhandenen Kunden bereits früh auf deine Angebote aufmerksam. So profitierst du von günstigen CPMs, und greifst auch Budgets deiner Kunden ab, dass bis Ende der Black Week eventuell nicht mehr vorhanden ist. Selbst wenn die Kunden in diesem Stadium noch nichts kaufen, sind sie bereits auf deiner Website gelandet und du kannst sie in den folgenden Tagen mit Retargeting Kampagnen ansprechen. In den Tagen vor dem Black Friday ist auch Facebook ordentlich strapaziert, sehr viele Advertiser buchen ihre Anzeigen gleichzeitig ein und das Resultat sind extrem lange Überprüfungszeiten. Deshalb empfehlen wir schon 7 Tage vorher einstellen und überprüfen zu lassen.

Exkurs

  • Das Kaufverhalten ist am Black Friday anders als sonst. Rabatte stehen im Vordergrund!
  • Aspekte wie Versand, Retoure etc. sollten klar kommuniziert werden. Kunden müssen wissen, ob etwaige Kosten entstehen.
  • Die Ersparnisse sollen im Vordergrund stehen
  • Wenn ein Kunde ein Produkt in den Warenkorb legt, beglückwünschen und ihm anzeigen wieviel er im Vergleich zu herkömmlichen Tagen gespart hat
  • Black Friday Deals sind meistens zeitlich begrenzt – mit Timer anzeigen wie lange der Deal noch gilt
  • Call to Action benutzen
  • FOMO (Fear of missing out) nutzen. Oft gehen am Black Friday Produkte out of stock. Das muss man den Kunden klar machen. Menschen gewichten potenzielle Verluste doppelt so hoch wie gewinne.

4. Separate Landingpages

Um den Kunden alle Informationen schnell und übersichtlich darzustellen, ist es ratsam, eigene Landingpages für den Black Friday zu erstellen. Die Landingpages sollten Conversionoptimiert sein, sodass der Kunde mit nur wenigen Klicks von der Produktseite zum Check-Out gelangt. Die Navigation sollte so einfach wie möglich aufgebaut sein, um dem Kunden die Chance zu geben schnell zwischen den Seiten zu wechseln. Um das Interesse der Kunden zu wecken sollte die Landingpage übersichtlich gestaltet sein, und eine Vorschau der Produkte bieten.

Folgende Punkte sollten erläutert werden:

  • Vorteile Was hat der Kunde davon?
  • Features Was wird geboten?
  • Preis Welche Konditionen gelten?
  • Call to Action Wie kann man es erhalten?

5. Retargeting oder Prospecting?

Um deine Audiences zu befüllen, solltest du in den Wochen und Monaten davor dein Prospecting laufen lassen, um eine Menge Kunden zu erreichen, arbeitest du in dieser Zeit mit moderaten Reichweitenpreisen. Vorab solltest du alle Zielgruppen erstellen und dann die Entwicklung der Zielgruppengröße beobachten.

Die wichtigsten Zielgruppen während dieser Zeit:

  • Warenkorbabbrecher
  • Kunden, die eine bestimmte Produktseite angesehen haben
  • Instagram/ Facebook-Follower
  • Kunden, die mit einer deiner Anzeigen interagiert haben
  • Kunden mit Videoaufrufen
  • und natürlich Bestandskunden!

Während der Black Week du dich mehr auf Retargeting konzentrieren und Prospecting etwas depriorisieren. Der Grund dafür sind viel zu hohe CPMs im Prospecting.

Achtung: Bei Produkten und Warenkorbwerten (AOVs) von unter 25€ gilt das nicht. Hier macht auch direktes Prospecting am Black Friday Sinn!

Nicht Vergessen: Alle Black Friday Kunden sind potenzielle Kunden für das Weihnachtsgeschäft. so verwandelt sich der Schnäppchenkäufer vom Black Friday schnell zu einem Bestandskunden, der zur Weihnachtszeit erneut bespielt werden kann. Deshalb solltest du direkt die Post Purchase Ads vorbereiten und dich auf den Rekord-ROAS freuen.

6. DPAs

Am Black Friday sind dynamische Produktanzeigen unumgänglich und erleichtern die Anzeigenschaltung sehr. Bei gößeren Produktportfolios ist die manuelle Erstellung zu aufwendig für den Werbetreibenden. Deshalb solltest du dynamische Produktanzeigen nutzen, um deine Produktauswahl und Verfügbarkeit bestmöglich darzustellen. Mit der Hilfe eines Katalogs auf Basis eines Pixels, eines Feeds oder mit API kannst du dafür sorgen, dass die Informationen in deinem Shop nicht Gefahr laufen veraltete Infos anzuzeigen.

Gerade wenn mehrere Tausend Bestellungen in kurzer Zeit eintrudeln, können dynamische Produktanzeigen mit dem Vermerk “Sold Out” vor negativem Feedback und unnötigen Werbekosten schützen. Deshalb solltest du deinen Datenfeed zu jedem Zeitpunkt aktuell halten.

7. Spannung Aufbauen

Du solltest versuchen schon vor der Black Week eine gewisse Spannung bei den Kunden aufzubauen und einen Hype rund um dein Angebot zu generieren. Bring deine Kunden dazu, aufmerksam zu sein und gespannt auf dein Angebot zu warten. Um deine Kunden mit einzubeziehen und mit ihnen zu interagieren, kannst du Storytelling nutzen. Woche für Woche kannst du deine Kommunikation mit ansprechenden Videos, die eine Geschichte erzählen und Spannung für deine Angebote generieren anpassen. Während der Black Week kannst du mit exklusiven Angeboten für Neu- und Bestandskunden. Shop Betreibern bieten sich generell zwei Rabatt-Strategien: Einen besonders hohen Rabatt auf ausgewählte Produkte oder einen eher niedrigeren auf viele Produkte.

Die Wahl der Strategie ist abhängig von der Branche und der Wettbewerbssituation, aber grundsätzlich wirken Formulierungen wie “30% auf alle” den Entdecker-Trieb und die Kauffreude der Kunden. Hohe Rabatte eignen sich dazu billig Traffic zu generieren, der dann durch Cross- oder Upsells weiter qualifiziert werden kann.

8. Setup anpassen

Wir empfehlen für die High Peaks einen maximalen Automatisierungsgrad: CBO (Campaign Budget Optimisation), Automatic Placements und dynamische Anzeigenformate. Lass den Algorithmus viel Freiraum!

Als Auslieferungsart kannst du zwischen Standard oder Beschleunigt wählen. Beides kann zu großen Sales Events Sinn machen.
Generell gilt:

  • Bei kurzen Aktionen die nur über wenige Stunden laufen: Beschleunigt.
    Hierbei wird eine Gebotsbegrenzung eingerichtet.
  • Bei längeren Aktionszeiträumen über mehrere Tage oder Wochen: Standard.
    Die Standardauslieferung nutzt Pacing, um deine Ausgaben zu kontrollieren.

9. Starke Werbemittel

Am Black Friday ist vor allem eines wichtig: Aufmerksamkeit erregen. Deshalb musst du dich auf eine klare Typographie konzentrieren. Keine unnötig langen Videos, die erst nach 20 Sekunden auf den Punkt bringen was der potenzielle Kunde bei einer Bild Ad bereits auf den ersten Blick erkennt.

Fazit

Der Black Friday bietet viel Möglichkeiten für Werbetreibende. Mit der richtigen Strategie, einem sauberen Setup und ein wenig Kreativität steht deinem Erfolg in der Black Week nichts mehr im Weg. Doch beachte auch, dass Konsumenten in den letzten Jahren darauf konditioniert wurden, auf den Black Friday zu warten, weshalb in der Zeit unmittelbar davor meistens die Conversion Rates und die damit verbundenen Umsätze leiden.

Deshalb sollten Unternehmen und Werbetreibende unbedingt beachten, dass Black Friday Angebote nicht immer mehr Umsätze bedeuten. Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg. Nimm dir die genannten Punkte zu Herzen und setze sie sauber um, dann steht deinem Black Friday Erfolg nichts mehr im Weg. Frohen Black Friday wünscht dir dein Werbegeister Team!